Realitäten von KI-Investitionen: Infrastruktur, Speicher und Geopolitik
KI-Investitionsrealität: Infrastruktur, Speicher und Geopolitik
Während NVidia die Schlagzeilen beherrscht, sind die unbesungenen Nutznießer dieses Hardware-Booms Speicher- und Datenspeicherhersteller. Umfangreiches KI-Training erfordert enorme Mengen an High Bandwidth Memory (HBM) und enorme Datenspeicherung. Unternehmen wie Micron, Samsung, SK Hynix und Western Digital (Eigentümer von SanDisk) verzeichnen eine enorme Nachfrage nach HBM und HDD/SSD-Speicher. Interessanterweise werden diese Hardware-Giganten mit viel gesünderen Bewertungen gehandelt, wobei das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) bei etwa 10 liegt. Diese niedrigere Bewertung ist darauf zurückzuführen, dass Speicher historisch gesehen ein äußerst zyklisches Geschäft ist (das massiven Schwankungen von Angebot und Nachfrage unterliegt) und im Gegensatz zu etablierteren Moat-Unternehmen, die aufgrund ihrer stetigen Vorhersehbarkeit höhere KGVs (20 bis 30) aufweisen, mit erheblichen Risiken bei der Ersetzung durch Wettbewerber konfrontiert ist.
Während NVidia für Schlagzeilen sorgt, sind die unbesungenen Nutznießer dieses Hardware-Booms Speicher- und Datenspeicherhersteller. Umfangreiches KI-Training erfordert enorme Mengen an High Bandwidth Memory (HBM) und enorme Datenspeicherung. Unternehmen wie Micron, Samsung, SK Hynix und Western Digital (Eigentümer von SanDisk) verzeichnen eine enorme Nachfrage nach HBM und HDD/SSD-Speicher. Interessanterweise werden diese Hardware-Giganten mit viel gesünderen Bewertungen gehandelt, wobei das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) bei etwa 10 liegt, verglichen mit Softwareunternehmen mit dreistelligen KGVs.
Mit Blick auf die Zukunft verändert sich die Marktdynamik. Wir erleben einen Konflikt zwischen westlichen Closed-Source-Giganten und chinesischen Open-Source-Modellen, deren Betrieb und Integration viel günstiger sind. Geopolitisch beobachten wir ein bekanntes Muster: Während sich westliche Technologiegiganten stark auf KI-Lösungen für Unternehmen konzentrieren, wenden sich Verbraucher im Westen zunehmend an chinesische Hersteller, wenn es um erschwingliche Hardware und Verbraucherprodukte geht. Wir fungieren erneut als Vertriebsbrücken für chinesische Konsumgüter, während lokale Giganten weiterhin damit beschäftigt sind, die Unternehmens-Cloud zu bedienen.
Es ist höchst ungewiss, ob dieser massive Investitionszyklus bis 2027 und darüber hinaus in diesem Tempo anhalten wird. Anleger müssen sich auf mögliche Marktkorrekturen vorbereiten, wenn sich der anfängliche Ausbau der Infrastruktur stabilisiert und die Abschreibungskosten für Hardware beginnen, sich auf die Unternehmensbilanzen auszuwirken.
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